
Ziel beim Jet d’Eau in Genf erreicht… Gestartet in Oberwald im Goms sind wir nach sieben heissen Tagen, müde, aber glücklich am Ziel angekommen. Ein Bericht von Edith Quartenoud zu dieser schönen Tour ist auch schon angekommem…
Am 25. Juni bei bestem Wetter trafen wir 6 Frauen am Bahnhof in Liestal ein, unsere Fahrräder mit montiertem Gepäck und unsere Rucksäcke gefüllt mit Regenschutz, Sonnencrème, Verpflegung etc. Wir fanden im Familienwagen genug Platz für unsere Fahrräder und uns. Die SBB pünktlich – ohne Umsteigen bis nach Brig.

Dort stiegen wir in den Zug nach Oberwald. Dank einem äusserst kompetenten Zugführer konnten wir auch in diesem Zug unsere Fahrräder ohne Probleme einladen – wirklich ein toller Anfang.

In Oberwald bestiegen wir unsere Bikes und radelten Richtung Rhonequelle – bis wir ein schattiges Plätzchen an der kleinen Rhone fanden, wo wir unser 1. Picknick genossen. Danach fuhren wir durch die herrliche Berglandschaft durch schöne Walliser Dörfer bis nach Ernen. Sympatische Leute und ein wunderschönes Dorf durften wir kennenlernen.
Am 26. Juni war das Wetter noch etwas unsicher, es hatte in der Nacht etwas geregnet und auch während dem sehr leckeren Frühstück regnete es noch. Aber bald hörte es auf und wir konnten unsere Tour via Binntal nach Steg unter die Räder nehmen. Ein sehr schöner Radweg führte uns in ein Tobel hinunter über eine alte Brücke und auf der anderen Seite wieder hoch. Auf unserem Weg trafen wir 2 englische Rollstuhlfahrer, welche den Berg hinauf krampften. Susann konnte noch bei einem technischen Problem des Rollstuhls helfen.

Wir waren uns einig, wir waren auf unseren zwei Rädern besser dran als die zwei, so konnten wir ihnen nur good luck wünschen! Die Weiterfahrt nach Steg war sehr abwechslungsreich in einer schönen Landschaft. In Steg Gampel fliesst dann die Lonza in die Rhone. Rosmarie wollte dann natürlich sehen, wieviel Wasser die Lonza führte (Blatten). Nachdem wir ganz Gampel und Steg nach einem offenen Restaurant abgesucht hatten, konnten wir ein feines Nachtessen in unserem Hotel du Pont einnehmen.
Am 27. Juni führte uns der Weg von Steg nach St. Léonard. Wir hatten nur etwas 30 Km. Den Pfynwald mit seinen Wanderwegen wollten wir erkunden, was wir dann auch taten. Zuerst führten uns schöne kleine Wege durch diesen Föhrenwald.

Käthis Ziel war ein Denkmal, das sich in diesem Wald befinden sollte. Da die Wegweiser etwas konfus waren, irrten wir ein wenig umher aber fanden natürlich den Posten Denkmal schlussendlich zu Fuss. Nun war es aber Zeit nach St. Léonard zu gelangen. Wir hatten dort nämlich eine Führung durch den Lac Souterrain. Vom Hotel wanderten wir dann dorthin, wo wir eine halbe Stunde in kühlen 15 Grad die wunderschöne, friedliche Stimmung in einem Ruderboot geniessen konnten. Wunderschön.

Die Wanderung nachher zurück ins Motel führte uns durch Gärten und Obstplantagen. Kulinarisch wurden wir dann am Abend wieder verwöhnt.
Am 28. Juni nach dem Frühstück und bei bereits ziemlich warmen Temperaturen ging es Richtung Sion, unser Ziel war mindestens einen Hügel zu erklimmen. Zuerst mussten wir aber ein technisches Problem mit dem Fahrrad von Rosmarie lösen, das heisst wir suchten in Sion einen Bikespezialisten, den wir auch fanden. Als alle wieder zusammen waren, parkierten wir unsere Bikes am Fusse der Kirche Valeria. Ein schöner Pfad führte uns hoch zu dieser gewaltigen Kirche. Mit beeindruckender Sicht zur Burg von Sion und auf die Stadt Sion wurden wir belohnt für unseren schweisstreibenden Aufstieg!

Nach Sion führte uns der Weg an Aprikosen, Aepfel und Birnenplantagen vorbei. Steile Felswände auf beiden Seiten des Tales, die Sonne brannte schonungslos auf uns herab. Nach etwa 50 km Weg, führte uns die Route zu einem riesigen, superschönen Wasserfall (Pisse vache). Herrliche kleine Abkühlung in seiner Nähe. Danach war es nicht mehr weit bis zu unserem Hotel in La Ballmaz, wo wir herzlich empfangen wurden und danach auch sehr gut essen konnten.

Am 29. Juni fuhren wir etwas früher los, weil wir eine Führung in der Saline de Bex gebucht hatten, um 10.15 auf deutsch. Käthi hatte sich eine schöne Ueberraschung ausgedacht, um dorthin zu gelangen. So fuhren wir bis zur Rhone und einem sehr schönen Wanderweg entlang. Was dann auch ein Wanderweg war für die meisten. Aber trotzdem rechtzeitig fuhren wir in Bex ein und den Berg hinauf zur Saline. Uff wir waren angekommen noch zur rechten Zeit, nur war es die falsche Seite des Berges.

So kamen wir dann noch arg ins schnaufen, bis wir dann am richtigen Ort waren – aber es hatte sich gelohnt. Die 2-stündige Führung bei 18 Grad im Berg war sehr interessant und nachher konnten wir noch verschiedene Salze degustieren mit ungesalzenen Pommes Chips von Zweifel – also wir konnten die selber salzen! Nach dem Mittagessen radelten wir dann wieder zur Rhone runter, passierten einen Badesee und beim Velodrome in Aigle gab es denn obligatorischen Kaffeehalt.

Es war heisssssss. Unser Weg der Rhone entlang wurde dann von Gegenwind und Hitze begleitet bis nach Le Bouveret wo die Rhone in den Lac Léman fliesst. Das war zugleich auch unser heutiges Ziel.
Am 30. Juni starteten wir bereits um 7.30 weil wieder sehr heisses Wetter angesagt war. Zuerst durch ein schönes Naturschutzgebiet nach Villeneuve, ein altes sehenswertes Städtchen zum Schloss Chillon, Montreux, Vevey wo es eine Pause gab und wir beschlossen die Zahnradbahn zum Mont Pellerin zu beglücken mit unserer Anwesenheit.

Wir waren auch sehr zufrieden! Wir hatten bestimmt 300 HM ohne Anstrengung! Jetzt ging es durch die Rebberge – mal rauf mal runter bis nach Ouchy, wo wir gemütlich Picknicken konnten bevor uns die Fähre nach Thonon brachte. Der Lac Léman war sehr ruhig, spiegelglatt. Von Thonon zu unserem Hotel in Excenevex waren es noch einige Kilometer. Käthi hat tolle Wege gefunden. Das Hotel de la Plage war dann wirklich am See mit Sandstrand und etwa um 17 Uhr waren dann alle im Lac am Baden. Sooooo schön. Danach Abendessen mmmmmhhhh und dodo, also ich war einfach nur müde!
Am 1. Juli von Excenevex nach Genf, was schon die letzte Etappe. Durch schöne Fischerdörfer, einen interessanten etwas anspruchsvollen Trail fuhren wir der Küste des Lac Léman entlang. Vor Hermance fuhren wir über den Zoll, machten einen kleinen Halt am See bevor wir wieder etwas den Berg hoch ging. Ueber die Rebberge und Dörfer von Genf mit Blick auf den Lac Léman gelangten wir nach Genf. Ausser Ruth waren alle erstaunt wie ländlich der Kanton Genf doch ist, ausserhalb der grossen Stadt + Agglomeration.

Nachdem wir die Zimmer im Hotel bezogen hatten, machten wir uns per Tram und zu Fuss auf den Weg zum Restaurant, welches die Tochter von Ruth uns empfohlen hatte. Vorbei am Seebecken mit tausenden Sonnenanbeter. Aber eine friedliche Stimmung – es war wir am Meer. Auch den Rückweg zum Hotel in der lauen Sommernacht konnten wir geniessen.

Heute am 2 Juli gibt es noch eine kleine Altstadtbesichtigung bevor wir den Zug zurück nach Liestal besteigen. Die Hälfte der Frauen bestieg noch den Kirchturm von St. Pierre. 156 Stufen hoch zum Südturm und dann noch einmal ca. 50 Stufen Hoch zum Nordturm. Die Aussicht war enorm.

Das war ein schöner Abschluss unserer Reise.
Alle wieder gesund zu Hause.
Danke Käthi für die Organisation, das Buchen der Unterkünfte und die Suche nach Wegen
