Loiretour der Damen

Drei Damen unterwegs bei den berühmten Schlössern an der Loire… Diemal konnten wir Damen uns nicht auf eine Tour einigen, und so haben wir uns zweigeteilt… die eine Hälfte war an der Loire unterwegs und die andere wird im Mai die Rhone in Angriff nehmen. Der Bericht der Loiretour von Edith Quartenoud ist schon da:

1. Reisetag: Pratteln – Orléans Nachdem Susann unsere Bikes auf dem Fahrradträger montiert hatte, konnte die Reise losgehen. (Uebrigens eine Wissenschaft das Bike-Aufladen, nicht dass ihr denkt das sei einfach, das braucht mindestens 2 Semester Studium.)

Die Hinfahrt war ein Genuss, die Autobahnen in Frankreich nur für uns reserviert! In Orléans fanden wir ein pittoreskes Hotel vor, in einer wunderschönen Umgebung an der Loiret, wo wir ausgedehnte Spaziergänge unternahmen um all diese Mühlen zu bestaunen, welche an diesem Fluss lagen. Am Abend wurden wir mit einem tollen Abendessen verwöhnt. Toller Auftakt für Ferien!

2. Reisetag: Orléans nach Tours

Weil das Wetter so schön war, verweilten wir noch ein wenig an der Loiret und anfangs Nachmittag kamen wir in Tours an. Dieses Städtchen, welches im 15. und 17. Jahrhundert Hauptstadt des Königreiches war, erkundigten wir zu Fuss. Schöne Gärten, Häuser, Gassen und zuletzt noch der Bahnhof, wirklich sehenswert. Da die Restaurants erst um 19 Uhr öffneten, gab es Pommes und Rahmkuchen im Hotelzimmer. Wir waren eben etwas k.o.

3. Reisetag: Tours nach Chinon 63 km Bike….

Jetzt ging es los, wir starteten mit voller Regenmontur aber bis wir die Fahrräder abgeschnallt hatten und bereit zur Abfahrt, war der Regen fast vorbei und nach etwa einer viertel Stunde konnten wir die äusserste Schicht bereits im Rucksack verstauen. Heute war ein schöner Loire Tag.

Viele Dörfer, Schlösser, Felder, Weite und das Wetter immer schöner, viele schöne Eindrücke. Am Nachmittag hatten wir ziemlich Gegenwind, so dass wir am Ziel in Chinon ziemlich k.o. waren, und das alte Städtchen Chinon erst am nächsten Morgen besuchten.

4. Reisetag: Chinon nach Azay-le-Rideau

Chinon liegt übrigens an der Vienne, welche in die Loire mündet. Die Burg überragt die alten Häuser der Stadt. Von hier führte unser Weg vorwiegend durch Felder, Reben und Wälder. Plötzlich tauchten dann wieder ein paar Steinhäuser auf, kleine Dörfer, es war sehr abwechslungsreich. Wir durchquerten ein Korbmacher Dorf (Villaines-les-Rochers), die Häuser waren in die Felsen hinein gebaut, sehr aussergewöhnlich. Wir besuchten auch ein Korbmacher Atelier und konnten die wunderschönen Artikel bestaunen sowie die Handwerker/Innen bei der Arbeit.

In Azey-le-Ridau hatte es wieder ein wunderschönes Wasserschloss mit Park. Zeit zum Verweilen und Staunen. Das Dorf auch alt und schön, aber leider alle Cafés und Restaurants geschlossen bis 19 Uhr – wir waren wohl eine Woche zu früh!

5. Reisetag: Azay-le-Rideau nach Chenonceaux

Heute war der Geburtstag von Susann! Unser App merkte den 1. April und wollte uns in die falsche Richtung weisen… aber wir waren wach.

Gemütlich zuerst ohne Wind radelten wir durch abwechslungsreiche, hügelige Landschaften. Wir trafen immer wieder freundliche Leute an, z.B. als unser Bikeweg einfach gesperrt war, half uns ein hilfsbereiter Briefträger unseren Weg durch verschlungene Gässlein zu finden. In Chenonceaux erwartete uns ein schönes etwas in die Jahre gekommenes Hotel mit sehr freundlichem Personal und guter Küche. Auch hier waren noch alle Restaurants geschlossen oder öffneten dann erst um 19 Uhr wenn überhaupt. Im Hotel konnten wir jedoch vor dem Cheminée beim Apéro anstossen und danach ein wundervolles Essen geniessen. Das Wasserschloss von Chenonceaux ist übrigens Kulturerbe der Unesco.

6. Reisetag: Donnerstag Chenonceaux nach Blois Zuerst der Cher entlang, dann wieder übers Land mit Reben, Rapsfelder, Weizenfelder, Dörfer etc. führte unser Weg nach Blois. Unser Highlight heute war unteranderem eine Bäckerei, wo wir am Mittag ankamen und etwas sehr Feines zum essen bekamen. Wir konnten an einem gemütlichen, warmen Tisch sitzen und unsere Ferien geniessen, denn wieder kam Wind auf und dieser raubte uns viel Energie. Blois war aber nicht mehr sehr weit und nach Bezug unseres Zimmers, konnten wir diese schöne, alte Stadt besichtigen übrigens waren wir jetzt wieder an der Loire angekommen. Um 19 Uhr gabs dann etwas Warmes im Hotel und dann waren wir bereits wieder reif fürs Bett.

7. Reisetag: Blois nach Tours

Heute erfanden wir unseren Weg selber. Auf holprigem Untergrund alles der Loire entlang bis es nicht mehr ging…. Dann weiter geradeaus auf der nahen Strasse immer Blick auf den eindrucksvollen Fluss. Nie hätten wir gedacht, dass die Loire so breit ist. Unterwegs fanden wir sogar einen Trail im Naturschutzgebiet, der uns sogar in die richtige Richtung führte. Wir radelten zügig nach Amboise, es war der kühlste Tag und da der Wind immer um 11 Uhr stärker wurde, waren wir froh nach 45 km in diesem Städtchen an zu kommen. Dort besorgten wir uns ein Bahnbillet bis nach Tours und zufrieden konnten wir so, das sehr gepflegte Städtchen besuchen (mit offenen Restaurants) und einem Schloss, dass über allem thronte. So lernten wir, dass Da Vinci in Amboise 1519 gestorben ist und auch dort ruht. Um 15.40 bestiegen wir den Zug Richtung Tours… wir hatten es geschafft! 265 km geradelt – und das anfangs Saison bei z.T. kühlem Wetter – aber ohne Regen! Wir sind stolz!

Highlight von Susann Heim: Eclairs in allen Variationen Highlight von Margrit Fortini: Rahmkuchen oder wie der heisst Highlight von Edith Quartenoud: Gemüse Quiche von der Traditionsbäckerei

8. Reisetag: Heim zu! wieder ohne Verkehr einfach toll mit Eclairs im Gepäck!

Die Sonne haben wir wieder zurück gebracht.

Wir sind uns einig es waren schöne aber anstrengende Ferien, wir hatten es schön.

Käthi Herzig